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Wie ehrlich sollen wir zu unseren Bewerbern sein?

von Johannes Mühleder


Als Personalberater gerät man immer wieder in Situationen, in denen man überlegt, wie ehrlich man mit seinem Feedback zu Bewerbern sein darf.

Wir sind uns auch nicht immer einig.

Dabei zählt das Ansprechen von No-Gos wie laschem Händedruck oder Zigarettendunst noch zu den leichteren Fällen. Unangenehmere Themen wie z.B. Körpergeruch lassen uns da schon eher zögern. Wir diskutieren in solchen Fällen immer wieder intern, wie ehrlich man zu den Bewerbern sein kann oder vielleicht auch sein muss.

Wenn wir unser Unbehagen verschweigen und den Kandidaten fadenscheinige Ausreden auftischen, können wir diesen Situationen natürlich leicht aus dem Weg gehen. Aber ich persönlich denke, dass wir es den Kandidaten schuldig sind, solche Punkte anzusprechen, so schwer es uns fällt.

Gute Erfahrung mit direkter Ehrlichkeit.

Ich bin in solchen Angelegenheiten eher direkt und weise die Bewerber auf ihren Fauxpas, ihr Fehlverhalten hin. Natürlich achte ich immer auf wertschätzende Wortwahl und Formulierungen. Und wissen Sie was? Die Erfahrungen, die ich dabei mache, sind positiv! Mit den Bewerbern hat in der Regel nämlich noch nie jemand über diese „Baustellen“ offen gesprochen. Sie bedanken sich für meine ehrliche Rückmeldung.

Und mir persönlich geht es dabei auch besser. Ich musste nicht lügen und konnte vielleicht sogar zu einer positiven Entwicklung beitragen.

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